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Fontes Litterarum

Typographische Gestaltung und literarischer Ausdruck

Call for Papers

[Deadline: 31.03.2010]

Medien sind bekanntlich nicht unschuldig. Auch die Schrift nicht. Sie ist mehr als der transparente Übermittler eines Sinnes. Die Literaturwissenschaft hat das lange weitgehend ignoriert. Währenddessen haben die Schrift- und Buchproduzenten nach immer neuen schöpferischen Wegen zwischen wirtschaftlichen Erfordernissen und ästhetischen Ansprüchen gesucht. Und auch vielen Autoren ist es keineswegs gleichgültig, wie ihre Texte aussehen.

Das Projekt »Fontes Litterarum« will diese drei Perspektiven einander annähern und entgegensetzen, Berührungspunkte aufzeigen und Reibungen spürbar machen.

Dafür suchen wir für einen Sammelband Beiträge von Wissenschaftlern, Gestaltern und Autoren.
Dem Titel entsprechend sollen dabei verschiedene Aspekte berücksichtigt werden:

  • Fontes Litterarum, die Quellen der Buchstaben: Die Lettern haben ihre Geschichte, die Geschichte ihrer Produktion, Distribution und Rezeption. Durch ihre Geschichte laden sie sich mit Bedeutungen auf.
  • Fontes Litterarum, die Quellen der Schriftstücke: Schriftstücke erhalten ihren Lebensodem durch die Buchstaben und ihre Anordnung auf dem Papier. Deren Form und Position sind das Substrat aller schriftlichen Erzeugnisse.
  • Fontes Litterarum, die Quellen der Literatur: Die Form und die Position der Buchstaben sind daher auch das Substrat der schönen Literatur.
  • Fontes Litterarum, literarische Schriftarten: Wenn die Schrift Teil an der ästhetischen Wirklichkeit literarischer Texte hat, dann können sie den ästhetischen Gebrauch der Sprache unterstützen und blockieren oder mit ihm in einen produktiven künstlerischen Widerstreit treten.

Entsprechende Abstracts (ca. 500 Wörter) erbitten wir bis zum 31.03.2010 per E-Mail an:

markus.polzer [at] ua.ac.be

Als Deadline für die fertigen Typoskripte ist der 30.10.2010 angesetzt.

Download: *.pdf call-for-papers (de)

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call-for-papers (en)

Fontes Litterarum

Typographische Gestaltung und literarischer Ausdruck

(Typographical Creation and Literary Expression)

Call for Papers

[Deadline: 03-31-2010]

Media are not innocent. Writing is not either. It is more than a transparent transmitter of meaning. Literary Studies have ignored this for a long time. Meanwhile designers of fonts and books have searched for new creative ways between economic demands and aesthetic requirements. Furthermore, many authors are not indifferent to how their books look like.

The project »Fontes Litterarum« tries to bring these three perspectives into line with each other, to oppose them, to show points of contact, and to make frictions perceptible.

Therefore, we are looking for contributions from scholars, designers, and authors for our anthology. In accordance with the title they should take the following aspects into consideration:

  • Fontes Litterarum, sources of letters: Letters have their own history; the history of their production, distribution, and reception. By this history they become charged with significance.
  • Fontes Litterarum, sources of documents: Documents receive their breath of life through their letters, and their layout on paper. The design and layout of these letters is the substratum of all literary products.
  • Fontes Litterarum, sources of literature: The design and the layout of letters is also the substratum of Belles-lettres.
  • Fontes Litterarum, literary fonts: If writing takes part in the aesthetic reality of literary texts, it will support the aesthetic use of language, or block it, or enter into a productive encounter with it.

Abstracts on these topics (approx. 500 words) are due on 03-31-2010. Please e-mail them to:

markus.polzer [at] ua.ac.be

The proposed deadline for the final versions is 10-30-2010.

Download: *.pdf call-for-papers (en)

Summary in English

Fontes Litterarum

Typographical Creation and Literary Expression

Media are not innocent. Writing is not either. It is more than a transparent transmitter of meaning. Literary Studies have ignored this for a long time. Meanwhile designers of fonts and books have searched for new creative ways between economic demands and aesthetic requirements. Furthermore, many authors are not indifferent to how their books look like.

The project »Fontes Litterarum« tries to bring these three perspectives into line with each other, to oppose them, to show points of contact, and to make frictions perceptible:

  • Fontes Litterarum, sources of letters: Letters have their own history; the history of their production, distribution, and reception. By this history they become charged with significance.
  • Fontes Litterarum, sources of documents: Documents receive their breath of life through their letters, and their layout on paper. The design and layout of these letters is the substratum of all literary products.
  • Fontes Litterarum, sources of literature: The design and the layout of letters is also the substratum of Belles-lettres.
  • Fontes Litterarum, literary fonts: If writing takes part in the aesthetic reality of literary texts, it will support the aesthetic use of language, or block it, or enter into a productive encounter with it.

About the editors:

Philipp S. Vanscheidt studied Comparative Literature, History, and Philosophy in Konstanz and Bielefeld. He began his studies of “Editionswissenschaft” (Textual Criticism) at the Free University of Berlin in 2007. His book Geschichte in Metaphern on Hans Blumenberg’s historical metaphorology was published in 2009. Since 2010 he is working at the „Kompetenzzentrum für elektronische Erschließung- und Publikationsverfahren“ at the University of Trier. His interest of research is the German Literature of Weimar Classicism, Romanticism, and Modern German Literature.
Contact:
pvanscheidt [at] uni-trier.de

Markus F. Polzer began his BA Medieval Studies in Bamberg in 2004. He spent two terms at Gothenburg’s University (Sweden). From 2007 to 2009 he studied MA “Editionswissenschaft” (Textual Criticism) at the Free University of Berlin. Since 2010 he is a PhD-student at the project Mobility of Ideas and Transmission of Texts at the Ruusbroecgenootschap at the University of Antwerp. His main topics of research are Typography, Literacy and Identity.
Contact:
markus.polzer [at] ua.ac.be

Markus F. Polzer

 

Markus PolzerMarkus Polzer fand erst nach Umwegen via des Zweiten Bildungsweges und dem Städtischen Abendgymnasium für Berufstätige in München in der akademischen Welt ein Zuhause.

Nach einem Studium der „Medieval Studies“ (2004-2007) an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, mit Gastspielen an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Göteborgs Universitet (Schweden), erlangte er den Degree eines Bachelor of Arts mit einer Arbeit über die Wikinger auf Grönland.

Hierauf schloss sich ein Studium der „Editionswissenschaft“ (2007-2009) an der FU Berlin an, das er mit einer Masterarbeit über das Buch Mormon beendete.

Seit 2010 ist er Doktorand im Projekt Mobility of Ideas and Transmission of Texts an der Ruusbroecgenootschap der Universität Antwerpen.

Neben verschiedenen Beiträgen zur Erwachsenenbildung ist von ihm unter anderem der Artikel Krieg und Fehde – Alltag im Mittelalter? im Sammelband Rückspiegel – Archäologie des Alltags in Mittelalter und früher Neuzeit (2006) erschienen.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf den Themenbereichen Identität, Religiösität, Schriftlichkeit und Typographie.

Eine Dissertation über das Verhältnis von Manuskript und Druck in der frühneuzeitlichen Mystik nimmt langsam Form an.

Kontakt: markus.polzer [at] ua.ac.be

Philipp Vanscheidt befindet sich noch immer auf den Umwegen der akademischen Welt und redet sich ein, dies sei sein Zuhause.

Blauäugig geriet er in die Fänge deutscher Reformuniversitäten, als er sich 2000 entschied, „Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft“, „Geschichte“ und „Philosophie“ in Konstanz zu studieren. Auch ein Umzug vom Bodensee zum Teutoburger Wald half nichts. 2006 schloss er an der Universität Bielefeld mit einer Arbeit zur literarischen Bildlichkeit und einem Magistertitel sein Studium ab.

Weil die Welt aber noch nicht reif für ihn war oder er für die Welt, nahm er anschließend noch das Studium der „Editionswissenschaft“ an der Freien Universität Berlin auf.

Seit 2010 ist er Wissenschaftlicher Angestellter am „Kompetenzzentrum für elektronische Erschließung- und Publikationsverfahren“ der Universität Trier.

2009 erschien sein Buch Geschichte in Metaphern, das sich mit der historischen Metaphorologie Hans Blumenbergs auseinandersetzt.

Sein Forschungsinteresse gilt der deutschsprachigen Literatur der Klassik, Romantik und klassischen Moderne.

Eine Dissertation über E.T.A. Hoffmann nimmt langsam Gestalt an.

Kontakt: pvanscheidt [at] uni-trier.de

Autorensuche

Gegenwärtig sind wir stets auf der Suche nach interessanten und spannenden Beiträgen zu dem geplanten Sammelband.

Alle an typographischer Gestaltung Interessierten seien hiermit herzlich aufgerufen uns ihre Ideen, Vorschläge, Entwürfe etc. zukommen zu lassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich die Beiträge aus wissenschaftlicher Perspektive mit dem Thema beschäftigen, oder ob es sich um Werkstattberichte von literarisch und/oder typographisch Schaffenden handelt.

Kontakt: pvanscheidt [at] uni-trier.de
oder:
markus.polzer [at] ua.ac.be

Verlagssuche

Für den geplanten Sammelband „Fontes Litterarum“ sind wir noch auf der Suche nach einem passenden Verlag, der Interesse daran hätte, dieses Projekt in seine Publikationsreihen aufzunehmen.

Kontakt: pvanscheidt [at] uni-trier.de
oder:
markus.polzer [at] ua.ac.be